"Ewiges Leben hat jener, der der Begrenztheit des 'eigenen' Lebens keine Bedeutung mehr beimisst."
(Christoph Müller)
(Foto:¹ Rita Stadler)
Spontan war ich geneigt, im Anschluss zu kommentieren:
"… aus welchen Gründen auch immer…"
Aber vielleicht gibt es gar nicht so viele (gesunde) Gründe, warum man der Begrenztheit des 'eigenen' Lebens keine Bedeutung mehr beimisst.
Mutmaßliche Hintergründe dieser Bedeutungslosigkeit:
- Uns ist etwas wichtig, das über unser Leben hinausgeht.
- Wir vertrauen, dass sich dieses Wichtige weiterentwickelt, wenn unser Engagement lebenszeitbedingt endet.
Vor 2000 Jahren hat das schon mal 'jemand' so ausgedrückt:
"Denn wer sein Leben behalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s behalten."
(Jesus von Nazareth) (
Markus 8,35)
Die Bedeutungslosigkeit der Lebenszeitbegrenzung geht meist mit präsenter Gegenwart einher:
"Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt."
(Ludwig Wittgenstein)
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¹ Skulptur: "Albero della Vita" (Baum des Lebens) von Andrea Roggi - Matera, Piazza Vittorio di Veneto